Schritt für Schritt
Hochbeet selber bauen: Schritt für Schritt
Ein Hochbeet erwärmt sich im Frühjahr früher, ist gut drainiert und schont den Rücken. Diese Anleitung zeigt, wie Sie ein einfaches Holz-Hochbeet planen, bauen und befüllen, das viele Jahre hält.

1. Größe und Standort wählen

Bauen Sie das Beet nicht breiter als etwa 1,2 m, damit Sie von beiden Seiten die Mitte erreichen, ohne auf die Erde zu treten; an einer Wand genügen etwa 60–75 cm. Die Länge ist frei wählbar. Für die meisten Gemüse reichen 20–30 cm Höhe; 60–80 cm erleichtern das Gärtnern, wenn man sich nicht gut bücken kann. Wählen Sie einen Platz mit mindestens sechs Stunden Sonne und lassen Sie zwischen den Beeten Wege von etwa 45–60 cm.
2. Sichere, dauerhafte Materialien wählen
Von Natur aus dauerhafte Hölzer wie Lärche, Zeder oder Eiche oder modernes kesseldruckimprägniertes Holz halten viele Jahre. Meiden Sie alte Bahnschwellen und Holz, das mit Teeröl (Kreosot) oder anderen alten Schutzmitteln behandelt wurde; diese können in die Erde gelangen. Unbehandelte Kiefer ist günstig, kann aber in wenigen Jahren faulen; eine Folie an der Innenseite der Bretter verlängert die Lebensdauer. Verwenden Sie verzinkte oder Edelstahlschrauben.
3. Den Rahmen bauen
Sägen Sie die Bretter auf Länge und schrauben Sie sie innen an quadratische Eckpfosten (etwa 5 × 5 cm). Setzen Sie bei langen Beeten alle 1,2–1,8 m einen Mittelpfosten oder eine Querstrebe, damit sich die Seiten unter dem Gewicht nasser Erde nicht nach außen wölben. Prüfen Sie über die Diagonalen, ob der Rahmen rechtwinklig ist.
4. Den Untergrund vorbereiten
Richten Sie den Rahmen waagerecht aus, indem Sie die hohe Seite eingraben, statt die niedrige zu unterfüttern. Lockern Sie den Boden darunter mit einer Grabegabel, damit Wurzeln und Wasser tiefer gelangen. Bei Unkrautproblemen legen Sie Karton auf den Boden; er verrottet innerhalb einer Saison. Wo Maulwürfe oder Wühlmäuse häufig sind, legen Sie ein Drahtgitter ein.
5. Mit Erde befüllen
Füllen Sie eine Mischung aus guter Mutterboden-Erde und Kompost ein, etwa zwei Teile Erde auf einen Teil Kompost, statt nur Sackerde. Füllen Sie bis zum Rand: Die Erde sackt in der ersten Saison um einige Zentimeter. Das Volumen ergibt sich aus Länge × Breite × Tiefe; ein Beet von 2,4 × 1,2 m und 30 cm Tiefe braucht etwa 0,86 m³ Erde. Der Kiesrechner berechnet das Volumen für jede Größe.
6. Bepflanzen und pflegen
Geben Sie jedes Jahr eine Schicht Kompost auf, um abgesackte Erde zu ersetzen und die Pflanzen zu versorgen. Hochbeete trocknen schneller aus als Bodenbeete; gießen Sie im Sommer öfter und mulchen Sie die Oberfläche. Anbautipps finden Sie auf unserer Schwesterseite PlantWhy: Kompost selber machen: Anleitung für Einsteiger und Pflanzen aus Samen vorziehen: von der Anzuchtschale ins Beet.
Häufige Fehler
- Das Beet so breit bauen, dass man die Mitte nicht erreicht.
- Alte Bahnschwellen oder teerölbehandeltes Holz verwenden.
- Keine Mittelstrebe bei langen Beeten, sodass sich die Seiten wölben.
- Nur mit Gartenerde befüllen, die sich verdichtet.
- Keinen Platz zum Absacken lassen oder nicht jährlich nachfüllen.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte ein Hochbeet sein?
Für die meisten Gemüse reichen 20–30 cm; tiefere Beete eignen sich für Wurzelgemüse und schlechten Untergrund.
Wie breit sollte ein Hochbeet sein?
Etwa 1,2 m, wenn es von beiden Seiten zugänglich ist, 60–75 cm an einer Wand oder einem Zaun.
Welches Holz ist für ein Hochbeet unbedenklich?
Von Natur aus dauerhaftes Holz wie Lärche oder Zeder oder modernes kesseldruckimprägniertes Holz. Meiden Sie teerölbehandelte Bahnschwellen.
Wie viel Erde brauche ich?
Länge × Breite × Tiefe. Ein Beet von 2,4 × 1,2 m und 30 cm Tiefe braucht etwa 0,86 m³.
Sollte ich den Boden auslegen?
Karton unterdrückt Unkraut, Drahtgitter hält Wühltiere fern. Keine Folie am Boden, sie verhindert die Drainage.