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Schritt für Schritt

Tapezieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Tapeten belohnen gründliche Vorbereitung und eine gerade erste Bahn. Diese Anleitung führt Sie von der nackten Wand bis zum fertigen Raum.

Dauer: 1 Tag pro RaumSchwierigkeit: MittelAktualisiert:

Tapezieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Foto: Дар Ветер · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

1. Wände vorbereiten

Der Untergrund muss sauber, trocken, glatt und tragfähig sein. Alte Tapeten entfernen, Risse und Löcher spachteln, glatt schleifen und entstauben. Saugfähige Flächen wie neuen Putz oder Gipskarton mit einem geeigneten Tiefgrund oder verdünntem Kleister vorstreichen, damit der Kleister nicht wegschlägt und sich die Bahn noch zurechtschieben lässt.

2. Die richtige Menge kaufen

Zählen Sie Bahnen, nicht Quadratmeter: Rapport und Wandhöhe bestimmen, wie viele Bahnen eine Rolle ergibt. Kaufen Sie alle Rollen mit derselben Chargennummer und eine Reserve. Der Tapetenrechner ermittelt die Anzahl der Rollen.

3. Tapetenart und Kleister

Beachten Sie das Etikett. Bei Wandklebetechnik (meist Vliestapete) wird die Wand eingekleistert und die Bahn trocken angesetzt – am einfachsten zu verarbeiten. Klassische Papiertapeten werden rückseitig eingekleistert: Rückseite einstreichen, locker zusammenlegen und die angegebene Weichzeit abwarten. Verwenden Sie den vom Hersteller empfohlenen Kleister.

4. Die erste Bahn im Lot anbringen

Wände und Ecken sind selten gerade, beginnen Sie also nie ungeprüft in einer Ecke. Ziehen Sie mit Wasserwaage oder Lot eine senkrechte Linie etwa eine Bahnbreite minus 1–2 cm von der Ecke entfernt. Setzen Sie die erste Bahn an dieser Linie an, oben und unten je 5 cm Überstand, und streichen Sie sie mit Bürste oder Kunststoffspachtel von der Mitte nach außen an, um Luftblasen zu entfernen.

5. Weitere Bahnen auf Stoß ansetzen

Setzen Sie jede Bahn ohne Überlappung Stoß an Stoß zur vorigen und achten Sie auf den Musteransatz. Die Nähte leicht andrücken. Kleister auf der Oberfläche sofort mit einem feuchten Schwamm abwischen.

6. Ecken, Schalter und Zuschnitt

In Innenecken die Bahn etwa 1 cm um die Ecke führen und die nächste Bahn an einer neuen Lotlinie ansetzen. Vor Arbeiten an Schaltern und Steckdosen die Sicherung ausschalten: über der Dose ein kleines Kreuz schneiden, beschneiden und die Abdeckung wieder montieren. Oben und unten mit scharfem Cuttermesser entlang eines breiten Spachtels abschneiden und die Klinge oft wechseln.

Häufige Fehler

  • Ohne Lotlinie in der Ecke beginnen, sodass das Muster wegläuft.
  • Rollen aus verschiedenen Chargen kaufen.
  • Auf neuem Putz keinen Tiefgrund verwenden, sodass sich die Bahn nicht verschieben lässt.
  • Vliestapete an den Nähten überlappen.
  • Mit stumpfer Klinge schneiden – nasse Tapete reißt.

Häufige Fragen

Muss ich vor dem Tapezieren grundieren?

Ja, auf neuem Putz, Gipskarton oder saugfähigen Wänden. Das verbessert die Haftung und erleichtert später das Ablösen.

Wo fange ich beim Tapezieren an?

Neben einem Fenster oder einer Ecke, aber immer an einer Lotlinie – verlassen Sie sich nie auf die Ecke selbst.

Was bedeutet Wandklebetechnik?

Die meist aus Vlies bestehende Tapete wird trocken auf die eingekleisterte Wand geklebt.

Wie vermeide ich Blasen?

Von der Mitte nach außen andrücken; kleine Blasen bei Papiertapeten verschwinden meist beim Trocknen.

Kann ich über alte Tapete tapezieren?

Das ist nicht zu empfehlen; für ein glattes, dauerhaftes Ergebnis die alte Tapete entfernen.

Quellen