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Mörtel und Putz: Mischverhältnisse erklärt

Mörtel ist nicht einfach Zement und Sand: Die richtige Mischung hängt von der Arbeit ab, und ein zu fester Mörtel kann ebenso schaden wie ein zu schwacher. Dieser Ratgeber erklärt gängige Mischverhältnisse und das Anmischen.

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Mörtel und Putz: Mischverhältnisse erklärt
Foto: Stanisław Skowron · Public domain · Wikimedia Commons

1. Wozu jeder Bestandteil dient

Zement sorgt für Festigkeit. Sand bildet den Großteil der Mischung und sollte sauber und gut abgestuft sein: feiner Mauersand für Mauerwerk, gröberer, scharfkantiger Sand für Putz und Estrich. Kalk macht den Mörtel geschmeidiger und elastischer und verbessert das Wasserrückhaltevermögen. Wasser nur bis zur verarbeitbaren Konsistenz zugeben; zu viel schwächt die Mischung.

2. Übliche Mischverhältnisse

VerwendungTypische Mischung (Raumteile)
Allgemeines Mauerwerk1 Zement : 1 Kalk : 5–6 Sand (Kalkzementmörtel) oder 1 Zement : 4–5 Sand mit Luftporenbildner
Erdberührtes, stark bewittertes Mauerwerk1 Zement : 3–4 Sand
Putz, Unterputz1 Zement : 1 Kalk : 6 Sand
Zementestrich1 Zement : 3–5 Estrichsand

Dies sind typische Beispiele; Herstellerangaben und örtliche Normen haben Vorrang. Werktrockenmörtel aus dem Sack wird nur mit Wasser angemischt.

3. Fester ist nicht immer besser

Mörtel sollte etwas weicher sein als die Steine. Dann entstehen Risse in den leicht zu reparierenden Fugen statt in den Steinen. Alte, weiche Ziegel und Naturstein brauchen kalkreichen Mörtel; harter Zementmörtel kann sie schädigen.

4. Richtig anmischen

Mit Eimer oder Messkasten abmessen, nicht nach Schaufeln, damit jede Mischung gleich wird. Die trockenen Bestandteile mischen, bis die Farbe gleichmäßig ist, dann nach und nach Wasser zugeben. Guter Mörtel bleibt auf der Kelle in Form und lässt sich leicht verteilen. Nur so viel anmischen, wie Sie in etwa 1–2 Stunden verarbeiten, und angesteiften Mörtel nicht wieder mit Wasser aufrühren. Der Mörtelrechner ermittelt Zement- und Sandmengen für eine Wand.

5. Witterung und Nachbehandlung

Nicht bei Frost oder auf gefrorenem Untergrund mauern und frische Arbeiten vor Regen und praller Sonne schützen. Neue Fugen und Putz in den ersten Tagen leicht feucht halten, damit sie richtig aushärten. Zur Nachbehandlung von Beton siehe Betonplatte gießen: Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Häufige Fehler

  • Nach Schaufeln abmessen, sodass jede Mischung anders ausfällt.
  • Zu viel Wasser zugeben, damit sich leichter mischen lässt.
  • Harten Zementmörtel bei alten, weichen Ziegeln verwenden.
  • Angesteiften Mörtel wieder aufrühren.
  • Bei Frost arbeiten oder frischen Putz zu schnell austrocknen lassen.

Häufige Fragen

Welche Mörtelmischung eignet sich für Ziegel?

Für allgemeine Arbeiten etwa 1 Zement : 1 Kalk : 5–6 Sand oder 1 Zement : 4–5 Sand mit Luftporenbildner.

Warum gibt man Kalk in den Mörtel?

Er verbessert Verarbeitbarkeit und Elastizität und hält das Wasser im Mörtel.

Wie lange ist Mörtel nach dem Anmischen verarbeitbar?

Meist etwa 1–2 Stunden, bei Hitze kürzer.

Kann ich für Mörtel und Beton denselben Sand nehmen?

Besser nicht: Mörtel braucht feinen Mauersand, Beton gröberen Sand und Kies.

Wie viel Wasser gehört hinein?

Nur so viel, dass die Mischung verarbeitbar ist und auf der Kelle in Form bleibt.

Quellen