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Schritt für Schritt

Trockenbauwand bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Eine Gipskarton-Ständerwand mit Metallprofilen ist eine schnelle, leichte und saubere Möglichkeit, einen Raum zu unterteilen. Diese Anleitung beschreibt eine übliche nichttragende Wand mit einfacher Beplankung auf jeder Seite – vom Anzeichnen am Boden bis zur streichfertigen Wand.

Dauer: 2–3 Tage, inklusive Trocknung zwischen den SpachtelgängenSchwierigkeit: MittelAktualisiert:

Trockenbauwand bauen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Foto: Timothyjosephwood · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

1. Vor dem Start prüfen

Eine Trockenbau-Trennwand ist nicht tragend: Sie darf keine Lasten des Gebäudes aufnehmen. Entfernen oder verändern Sie keine bestehenden Wände, ohne zu prüfen, ob sie tragend sind; im Zweifel fragen Sie einen Statiker. Prüfen Sie mit einem Ortungsgerät auf Leitungen und Rohre, bevor Sie etwas an Boden, Decke oder Wänden befestigen. Neue Steckdosen oder Schalter in der Wand muss eine Elektrofachkraft nach den örtlichen Vorschriften anschließen.

2. Material planen

Standardplatten sind 120 cm breit und 12,5 mm dick. Zählen Sie die Platten für beide Wandseiten sowie UW-Profile für Boden und Decke, CW-Profile als Ständer, Schrauben, Fugendeckstreifen und Spachtelmasse. Der Gipskartonrechner berechnet Platten, Schrauben sowie Streifen- und Spachtelmenge; Sie können eine oder beide Seiten wählen.

Verwenden Sie in Bad und Küche imprägnierte Platten (GKBI) und, wo vorgeschrieben, Feuerschutzplatten (GKF).

3. UW-Profile befestigen

UW-Profile befestigen
Foto: MTA Capital Construction · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Zeichnen Sie die Wandlinie auf dem Boden an und übertragen Sie sie mit Laser oder Lot an die Decke, damit die Wand senkrecht steht. Kleben Sie Dichtungsband unter die Profile, um die Schallübertragung zu verringern, und befestigen Sie die UW-Profile an Boden und Decke mit geeigneten Dübeln etwa alle 60 cm. Die Anschlussprofile an den bestehenden Wänden befestigen Sie genauso.

4. CW-Profile stellen

↓ Plattenkanten liegen auf einem Ständer ↓Ständerabstand 60 cmSchrauben etwa alle 25 cm
Trockenbau: Ständer im Abstand von 60 cm, Plattenkanten mittig auf einem Ständer, Schrauben etwa alle 25 cm. · Grafik: FixMeasure

Schneiden Sie die CW-Profile etwa 10 mm kürzer als die Raumhöhe zu und drehen Sie sie in die UW-Profile ein. Setzen Sie sie im Achsabstand von 60 cm, bei Fliesenbelag, schweren Lasten oder für eine steifere Wand 40 cm, sodass jede Plattenkante auf einem Ständer liegt. Fassen Sie Türöffnungen mit doppelten oder verstärkten Ständern und einem Sturzprofil ein.

Planen Sie schon jetzt, wo schwere Gegenstände wie Hängeschränke oder ein Fernseher hängen sollen, und setzen Sie an diesen Stellen Holzriegel oder zusätzliche Profile ein.

5. Erste Seite beplanken

Erste Seite beplanken
Foto: Panamitsu · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Befestigen Sie die Platten senkrecht, dicht an der Decke, und lassen Sie am Boden etwa 10 mm Abstand. Verwenden Sie bei einfacher Beplankung mit 12,5-mm-Platten Schnellbauschrauben von etwa 25 mm Länge. Setzen Sie sie im Abstand von etwa 25 cm an den Plattenkanten und in der Fläche, mindestens 10 mm von den kartonummantelten Kanten entfernt. Drehen Sie jede Schraube knapp unter die Oberfläche, ohne den Karton zu durchreißen.

Zum Zuschneiden ritzen Sie die Sichtseite mit einem Cuttermesser an, brechen die Platte und schneiden dann den rückseitigen Karton durch.

6. Leitungen und Dämmung einbauen

Führen Sie Kabel durch die vorgestanzten Öffnungen der Ständer und verwenden Sie Hohlwanddosen. Füllen Sie den Hohlraum mit Mineralwolle, um den Schallschutz zu verbessern – das macht zwischen zwei Räumen einen großen Unterschied. Der Dämmungsrechner hilft bei den Mengen.

7. Zweite Seite beplanken

Beplanken Sie die andere Seite genauso, aber versetzen Sie die Stöße um einen Ständer gegenüber der ersten Seite, damit die Wand steifer wird und nicht entlang einer einzigen Linie reißt.

8. Fugen verspachteln

Fugen verspachteln
Foto: U.S. Fish and Wildlife Service · Public domain · Wikimedia Commons

Füllen Sie die Fugen zwischen den abgeflachten Kanten mit Spachtelmasse und betten Sie einen Fugendeckstreifen aus Papier oder Glasfaser darin ein. Verspachteln Sie die Schraubenköpfe. Setzen Sie an Außenecken Kantenschutzprofile aus Metall oder mit Papierummantelung.

Nach dem Trocknen folgt ein zweiter, breiterer Spachtelgang und anschließend ein dünner Feinspachtel, der auf etwa 25–30 cm ausläuft. Schleifen Sie zwischen den Gängen leicht mit feinem Schleifpapier und entfernen Sie den Staub. Ziel ist eine ebene Fläche, auf der Fugen und Schrauben nach dem Streichen unsichtbar sind.

9. Grundieren und streichen

Grundieren Sie die gesamte Wand vor dem Streichen. Spachtelmasse und Plattenkarton saugen Farbe unterschiedlich auf; ohne Grundierung zeichnen sich die Fugen ab. Folgen Sie dann den Schritten unserer Anleitung zum Wandstreichen; der Farbrechner berechnet die Menge.

Häufige Fehler

  • Plattenkanten, die nicht auf einem Ständer liegen, sodass die Fugen später reißen.
  • Schrauben zu tief eindrehen, wodurch der Karton reißt und die Platte sich lockert.
  • Stöße auf beiden Wandseiten in einer Linie anordnen, wodurch eine Schwachstelle entsteht.
  • Den Hohlraum leer lassen, sodass Schall leicht zwischen den Räumen übertragen wird.
  • Ohne Grundierung streichen, sodass Fugen und Schraubenköpfe sichtbar bleiben.

Häufige Fragen

Wie groß sollte der Ständerabstand sein?

Meist 60 cm Achsabstand. Nehmen Sie 40 cm bei Fliesenbelag, bei doppelt beplankten Wänden, die zusätzliche Steifigkeit brauchen, oder bei schweren Wandlasten.

Welche Plattendicke sollte ich verwenden?

12,5 mm ist der Standard für Wände. Eine doppelte Beplankung verbessert Schall- und Brandschutz.

Wie viele Spachtelgänge sind nötig?

In der Regel drei: ein Gang zum Einbetten des Streifens, ein Füllgang und ein dünner Feinspachtel, jeder breiter als der vorherige.

Kann ich einen Fernseher oder Schränke an eine Trockenbauwand hängen?

Für leichte Gegenstände genügen Hohlraumdübel. Für schwere Lasten bauen Sie vor dem Beplanken Holzriegel oder zusätzliche Profile in die Wand ein.

Wie viele Platten brauche ich?

Teilen Sie die Wandfläche für jede zu beplankende Seite durch die Fläche einer Platte und rechnen Sie einen Verschnittzuschlag hinzu. Der Trockenbaurechner erledigt das, inklusive Schrauben und Fugenstreifen.

Quellen